Internationaler Wettbewerb für Zupforchester in Jülich-KoslarDie
Bewertung erfolgte nach den Vorgaben des Deutschen Musikrates für
„Jugend musiziert“. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende des Orches- ters, Edith Heibges, eröffnete das Solinger Zupfochester unter der Leitung von Andreas Limperg den Wett- bewerb. Eine schwungvolle Interpretation der Sinfonia à 4 in G-Dur von Matthias Georg Monn durch das Wittener Mandolinen- und Gitarrenorchester 1929 e.V. folgte. Im Summertrip von Jürgen Klose konnte das Orchester sein sicheres Rhythmusgefühl ausleben, was den Spielern sichtlich Spaß machte. Ein jazzig anmutendes Mandolasolo unterstrich den positiven Gesamteindruck. Daran anknüpfen konnte das Neue Wiener Mandolinen- und Gitarrenensemble mit der Sonata F-Dur von Carlo Cecere und den Aquarellen des aus der ehemaligen DDR stammenden Komponisten Antonius Streichhardt. Schade, daß
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dieses Ensemble ihre
Notenständer recht hoch eingestellt hatte und daher wenig Sicht auf die
Spieler und ihre Instrumente freigab. Dass
bei diesem Wettbewerb auf hohem Niveau musiziert wurde bewies auch der
Vortrag des Düsseldorfer Zupforchesters unter der Leitung von Petra
Tübben.
Die Stücke des Mandolinen-Orchesters Frechen 1926/31 wurden von Ihrem
Dirigenten, Günter Vogel, arrangiert. Das Orchester zeichnete sich
durch hervorragendes Zusammenspiel aus; es ist bestens aufeinander
abgestimmt und eingespielt. Ein
Höhepunkt des ersten Tages stellte der Auftritt des Mandolinen-Ensemble
„The Strings“ aus Stein/NL dar. Das 12köpfige Ensemble steht unter
der Leitung von Annemie Hermanns und erreichte bereits bei zahlreichen
internationalen Wettbewerben höchste Punktzahlen. Das fehlende Volumen,
das ein 30-köpfiges Orchester zu bieten hätte wurde im Quartetto Nr.1
von Carl Ditters von Dittersdorf durch hervorragende Spieltechnik, hohe
Disziplin und durchdachte Interpretation mehr als wettgemacht. Die drei
dargebotenen Sätze aus der Simple Suite for plucked Orchestra op.151
von Dimitri Nicolau boten Hörgenuss pur. Zu recht erhielt das Ensemble
einen 1. Preis und die höchste Punktzahl aller Wettbewerbsteilnehmer. Der zweite Wettbewerbstag wurde fortgesetzt durch das Orchester Mandolinata Mannheim. Die Musiker folgten aufmerksam dem präzisen Dirigat von Sonja Wiedemer. Nach der Ballettmusik Don Juan von Christoph Willibald Gluck boten sie der Jury und dem Publikum mit Markus Kuglers „Tres Piezas de Sudamerica“ stimmungsvolle lateinamerikanische Rhythmen. Der Mandolinen Club Falkenstein richtet selbst Wettbewerbe aus und ist ebenso wie das Mandolinen Orchester Herringen von 1924 regelmäßig Teilnehmer verschiedener Orchesterwettbewerbe
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Mit weiteren 4 Wettbewerbsteilnehmern zeigte sich, daß an diesem Wochenende niveauvolles Musizieren auf Zupfinstrumenten im Vordergrund stand. Neben weiteren Gästen aus den Niederlanden, dem Gitaar & Mandoline Kamer Orkest Het Consort, sowie dem aus Belgien angereisten Königlichen Mandolinenorchester Eupen 1923 boten auch das Mandolinen Orchester Bayer Leverkusen unter der Leitung von Detlef Tewes und das Grenzland-Zupforchester unter der Leitung von Theo Hüsgen sorgfältig einstudierte Werke, die alle mit einem 2. Platz belohnt wurden. Dass die Punktzahlen dieser Ensembles alle dicht beieinander lagen ist ein weiteres Indiz für die hohe Leistungsdichte. Besondere
Attraktion des Wettbewerbs war jedoch der Auftritt des
Kinderzupforchesters „Wackelzähne“. Unter dem geschickten und
kindgerechten Dirigat von Elke Limbach zeigte hier die jüngste
Generation der Zupfer (6-10 Jahre) ihr Können, wobei jedes Kind nach
seinem individuellen Leistungsstand eingesetzt wurde. Ebenso wie die
„Wackelzähne“ gehört das Jugendzupforchester „Pizzikato“ dem
Mandolinenorchester Hennef-Kurscheid
1924 e.V. an. Im Jugendzupforchester „Pizzikato“ musizieren
Jugendliche zwischen 12 und 21 Jahren ebenfalls unter der Leitung von
Elke Limbach. Obwohl sie außer Konkurrenz teilnehmen sollten, würdigte
die Jury ihre hervorragende Leistung mit einem 2.Platz. Zwischendurch
hatte man die Gelegenheit, sich in der Instrumentenausstellung über die
neuesten Modelle der Instrumentenbauer Markus und Frank-Peter Dietrich,
Henning Doderer und Alfred Woll zu informieren. Begleitet von frühlingshaftem Wetter ging eine gelungene Veranstaltung mit gewohnt guter Organisation durch das Mandolinen-Orchester Rurtal Koslar zu Ende. Birgit Tobien
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