Berichte

 

Jülicher Nachrichten und Jülicher Zeitung am 14. Dezember 2011

Ein besinnliches Adventskonzert
Durch die Unterstützung von Kirchenchor, Chorgemeinschaft und Merzbachmusikanten gelingt ein musikalischer Bogen über viele Jahrhunderte

Auf Einladung des Mandolinenorchesters Rurtal fand in der Koslarer Pfarrkirche ein vorweihnachtliches Konzert mit zahlreichen Zuhörern statt.
Koslar. Auch das Mandolinen Orchester Rurtal Koslar hatte die Freunde der Zupfmusik zu einem vorweihnachtlichen Konzert in die Pfarrkirche St. Adelgundis Koslar eingeladen.
Um das Programm möglichst abwechslungsreich zu gestalten und allen Musikfreunden etwas zu bieten, hatten sich die Musiker mannigfache Unterstützung geholt. Neben dem Mandolinenorchester waren der Kirchenchor Koslar, die Chorgemeinschaft 2000 mit den Sängern aus Koslar, Barmen und Rurdorf sowie die Merzbachmusikanten am Programm beteiligt.

Den Auftakt machten die Adelgundisspatzen unter der Leitung von Anke Keppel. Herzerfrischend war ihr Gesang und kindgerecht die Auswahl der Lieder, die sie einstudiert hatten. Nach diesem gelungenen Beginn spannten Musiker und Sänger den musikalischen Bogen über viele Jahrhunderte und zahlreiche Länder.

Es startete das Mandolinenorchester unter der Leitung von Birgit Toben mit dem Concerto musicali von Giuseppe Torelli aus dem Jahre 1658 und endete mit einem Querschnitt alt bekannter Weihnachtslieder. Auch der Kirchenchor Koslar hatte unter der Leitung von Ernst M. Simons einige weihnachtliche Lieder einstudiert. Sie begannen bei Bachs „Wachet auf“ und endeten mit einer Melodie von Peter Strauch.
Nicht den Sinn vergessen.

Die weihnachtliche Atmosphäre setzte auch die Chorgemeinschaft fort, die von Heinz Josef Beyß dirigiert wurde. Sie begann mit Michael Jacksons „Heal of World“. Mit „Whitney Houstons „One Moment in Time“ beendeten die Merzbachmusikanten unter der Leitung von Leo Brock dieses stimmungsvolle und harmonische Konzert in der schon weihnachtlich geschmückten Koslarer Pfarrkirche.

Pfarrer Dr. Peter Jöcken bereicherte das Programm mit einigen besinnlichen Texten aus der Bibel. In seiner Begrüßung hatte er die zahlreichen Zuhörer aufgefordert, über den Stress und der Hektik der Vorweihnachtszeit nicht den eigentlichen Sinn des Festes zu vergessen. Zum Abschluss baten die Sänger und Musiker um eine Spende zugunsten des Vereins „kleine Hände“. (Text und Foto: Krol)

 

Jülicher Nachrichten und Jülicher Zeitung am 25. November 2011

Kammerchor beim Konzert der Zupfmusiker
Koslarer Mandolinenorchester „Rurtal" schlägt bei „Zupf meets Kölsch" neues musikalisches Kapitel auf

Jülich. „Zupf meets Kölsch" war das ideenreiche Herbstkonzert des Koslarer Mandolinenorchesters „Rurtal" in der vollbesetzten Schlosskapelle überschrieben.
Zum kreativen Start mit „Pippi Langstrumpf" von Jan Johannson und Konrad Elfers wurde das von Birgit Tobien geleitete Orchester erstmalig von fünf seiner Gitarrenschülerinnen und einem Schüler begleitet. Sie sollten nach Bekunden des Vorsitzenden René Jonas „erste Bühnenerfahrungen sammeln". Eine kostümierte „Pippi" saß während des gelungenen Vortrags auf dem Konzertflügel. Es folgte die Sinfonie G-Dur, die Christoph Willibald Gluck eigentlich für Streicher komponiert hatte, in den Tempi allegro, andante und presto. Dreiteilig war auch das „Concertino di mandolino" von Olof Näslund, für ein „kleines Konzert" jedoch recht lang. Zudem mussten „einige Hürden überwunden werden", was jedoch vorzüglich gelang.


Ihre erste „Bühnenerfahrung" sammelten sechs Gitarrenschüler des Mandolinenorchesters „Rurtal" im ersten Stück „Pippi Langstrumpf". Foto: Jagodzinska

Premiere mit Vokalensemble
Als prima Abwechslung gestaltete sich der Auftritt des Kammerchors Langenfeld, eine weitere Premiere: Zum ersten Mal hatte das gastgebende Orchester ein Vokalensemble zum Konzert geladen. Der Kammerchor aus 14 Damen und 5 Herren unter dem Dirigat von Christoph Willers startete seinen tollen A-cappella-Gesang mit zwei Stücken von Johannes Brahms. In der Publikumsgunst führten, am Applaus gemessen, die stimmliche Leistung in „Come again" von John Dowland sowie pointiert zu Gehör gebrachte, humorvolle
Kurzstücke um tierische Protagonisten, zwei davon von Heinz Erhardt.
Mit „Och, bloß ne Minsch" startete das Kölsch-Repertoire des Kammerchors, deshalb der Konzerttitel „Zupf meets Kölsch". Immer besinnlicher wurden die Lieder, von „In unserem Veedel" über „De Jlocke vom Dom" zur nahenden Weihnachtszeit bis hin zu „Jank et an" im neuen Jahr. Auf
den Chor Applaus ließ der Chor eine Zugabe folgen: „Kölle, ming Kölle".
Der zweite Konzertteil war wieder ganz den Zupfmusikern vorbehalten, die von der Romantik zu Beginn allmählich zu den zeitgenössischen Komponisten wechselten: Auf die Komposition „Humoreske", das berühmteste Klavierstück von Anton Dvorak, folgte mit der „Suite nach japanischen Kinderliedern" von Oske Ito/Siegfried Behrend ein speziell für Zupforchester komponiertes Werk. Die für ein „Nachtständchen" prädestinierten Mandolinen und Gitarren brachten im Anschluss das
gleichnamiges Werk von Dominik Hackner zu Gehör, um mit der ebenso romantischen „Music" von John Miles die Schlussakkorde unter ein vorzüglich interpretiertes Konzert zu setzen.
Im kleinen Kreis der Orchestermitglieder wurden noch in einer internen Feierstunde zehn Mitglieder geehrt. Erwähnenswert sind unter ihnen besonders Hans Müntz und Heinz Clemens, die für ihre 60-jährige Treue zum Zupforchester ausgezeichnet worden sind. (ptj)
 

Jülicher Nachrichten und Jülicher Zeitung am 19. November 2011

Bühnenerfahrung sammeln bei „Zupf meets Kölsch"
Herbstkonzert des Mandolinen-Orchesters Rurtal aus Koslar. Kammerchor aus Langenfeld gestaltet einen Teil des Programms mit.

Jülich. „Zupf meets Kölsch" - so lautet in diesem Jahr das Motto der Koslarer Zupfmusiker, die wieder zu ihrem traditionellen Herbstkonzert in die Schlosskapelle einladen.
Morgen um 18 Uhr begrüßt das Orchester unter der Leitung von Birgit Tobien sein Publikum in diesem Jahr mit einer Besonderheit -sieben Gitarrenschüler aus Koslar sollen zum ersten Mal mit den erfahrenen Musikern Bühnenerfahrung machen. Dazu wurde „ Pippi Langstrumpf" von Dieter Kreidler ausgewählt, das in „großer Besetzung" den Melodienreigen eröffnet. In die Welt, der Frühklassik geht es dann mit der Symphonie in G-Dur von Christoph Willibald
Gluck. Diesem Werk folgt eine Komposition von Olof Näslund (* 1952) mit dem Titel „Concertino di mandolino". Interessante harmonische und melodiöse Abläufe ziehen den Zuhörer in ihren Bann und bilden einen gelungenen Gegenpart zum ersten Orchesterstück.
Zum ersten Mal in den vielen Jahren der Schlosskapellenkonzerte haben die Koslarer in diesem Jahr ein Vokalensemble eingeladen. Zu Gast ist der Kammerchor aus Langenfeld, der sich die Aufgabe gestellt hat, den A-cappella-Gesang zu pflegen, die ausgewählte Literatur angemessen zu interpretieren und sie den Zuhörern ansprechend zu präsentieren. Das
Repertoire beinhaltet geistliche und weltliche Literatur von der Renaissance über die Romantik bis zur zeitgenössischen Musik.
Ein zweites musikalisches Standbein hat sich der Kammerchor Langenfeld unter der Leitung von Christoph Willers durch die Aufnahme von a cappella gesungenen kölschen Liedern erarbeitet - daher das Motto „Zupf meets Kölsch"!
Viel Abwechslung
Inzwischen hat der Chor sechs geistliche Kirchenkonzerte und vier Saalkonzerte in kölscher Mundart veranstaltet. Zwei weitere Konzerte im großen Saal der Stadt
halle Langenfeld zusammen mit einem amerikanischen Barbershop-Auswahlchor als Gastchor fanden großen Anklang bei den Freunden der hier selten zu hörenden amerikanischen Sangeskunst.
Den Schlusspunkt des Konzerts setzt wieder das Mandolinen-Orchester mit einer farbigen Mischung aus der Humoreske von Dvorak, einer Suite nach japanischen Kinderliedern, einem Nachtständchen, einer kurzen aber sehr interessanten Studie sowie dem bekannten „Music" von John Miles
Das Publikum erwartet auf jeden Fall ein sehr abwechslungsreiches Programm mit Zupfmusik aus unterschiedlichen Bereichen und
Epochen sowie einem Chor mit einer bemerkenswerten Vielfalt im Repertoire. Totensonntag, 18 Uhr in der Schlosskapelle - das ist ein kultureller Termin, den man sich vormerken muss! Der Kartenvorverkauf läuft wie üblich über die, Mitglieder, des Orchesters.
Im Anschluss an das Konzert werden im engeren Kreis noch zahlreiche aktive und fördernde Mitglieder des Orchesters für ihre langjährige Treue zum Verein geehrt. Weitere interessante Informationen bietet der Verein auf seiner Homepage und auf Facebook.
Mehr dazu:
www.mandolinen-orchester-koslar.de
 

Jülicher Nachrichten und Jülicher Zeitung am 28. Dezember 2010

Stunde der Besinnung
Vorweihnachtliches Konzert begeisterte
 

Koslar. Das Koslarer Mandolinenorchester bot mit weiteren musizierenden Ortsvereinen in einer Stunde der Besinnung zahlreichen Besuchern einfühlsame vorweihnachtliche Chor- und Orchesterklänge.
Pfarrer Dr. Peter Jöcken sprach einige Grußworte in der Adelgundis-Pfarrkirche, bevor die Adelgundisspatzen unter Leitung von Anke Keppel und begleitet von Otmar Esser am Keyboard das vorweihnachtliche Konzert eröffneten.

Zum viel beklatschten Repertoire zählte ein Wechselspiel von Sologesängen und Chorpassagen aus ihrem aktuellen Singspiel „Der Schlüssel zum Himmel", das das Leben der Heiligen Elisabeth thematisiert. Als einfühlsame Solisten in Liedern wie „Wie könnte ich die Krone tragen" oder „Als Rose blüht das geteilte Brot" traten auf: Ronja, Moritz und Mathis Dörrens, Janine Rauschen, Donna und Susanna Schlier und Henrike Liebich.
Das Mandolinenorchester rundete mit seinem wohlklingenden instrumentalen Zwischenspiel unter Leitung von Birgit Tobien die Chorgesänge ab. Die Zupfmusiker begannen mit typischer „alter" Musik, der „Suite in D-Dur" von Christian Friedrich Witt.

Wunderschön erklang im Anschluss das Menuett aus der Ouverture Burlesque von Georg Philipp Telemann, deren Titel sich auf die Figuren der „Commedia dell Arte" beziehen. Mit dem Weihnachtsmedley „Christmas time" von Karl-Heinz Keinemann leitete das Zupforchester über zum Kirchenchor St. Adelgundis Koslar, dirigiert von Ernst Simons. Neben bekannten Adventsliedern stand das eindrucksvoll in lateinischer Sprache interpretierte „Ecce, Dominus veniet" von Josef Schnabel nach der alten Melodie von Günter Bialas auf dem Programm.

Vollmundig brachte die Chorgemeinschaft 2000, geleitet von Heinz Josef Beyß, ebenfalls vier Stücke Gehör, darunter gleich zwei Titel von Gerd Sorg. Im Anschluss stimmte die Gemeinde Weihnachtslieder an, begleitet von Organist Ottmar Esser. O, du fröhliche" setzte den Schlussakkord des in sich stimmigen Konzerts. Das Jülicher Stammhaus ist diesmal Nutznießer der freiwilliger Spenden. (silja)
 

Jülicher Nachrichten und Jülicher Zeitung am 25. November 2010

Fliegender Wechsel der Konzertierenden
Gelungener Auftritt des Mandolinen-Orchesters-Rurtal gemeinsam mit dem ostbelgischen Brass-Quartett "Quatro Lamiere"

Jülich. Ein gelungenes Konzert bot das Mandolinen-Orchester Rurtal einem großen Publikum in der Schlosskapelle. Starke Kontraste fanden sich in den Epochen und Stilrichtungen wie in der Instrumentenwahl: Zu Gast war das ostbelgische Brass-Quartett „Quattro Lamiere" (vier Bleche). Typisch für ein Zupforchester startete der Gastgeber mit „alter Musik", der „Suite in D-Dur" von Christian Friedrich Witt aus dem 17. Jahrhundert. Mit Konrad Wölkt folgte der Wegbereiter der modernen Zupfmusik: Er setzte das mandolinen-typische „Tremolo" bewusst als Stilmittel ein, förderte das Anzupfen der Saiten und das chorische Zusammenspiel.
Ganz fabelhaft gespielt war die „Ouverture Burlesque" von Georg Philipp Telemann, deren Titel sich auf die Figuren der italienischen Volkskomödie „Commedia dell Arte" beziehen. Leicht waren die interpretierten Hauptpersonen Scaramouche, Harlekin, Columbine, Pierrot, und der Mezzetin herauszuhören.

Fliegender Wechsel bei den Konzertierenden: Die belgischen Bläser sind mit ihren zwei Cornets, einem Waldhorn und einem Euphonium die typische Besetzung eines Brass-Quartetts. Frisch, schwungvoll und doch einfühlsam folgten sie musikalisch dem „Western-Dream“ oder dem „Crazy Turkey" von „Jungspund" Gilles Rocha. Sie interpretierten den Gospelsong „Wade in the water" und das Revolutionslied „La Cucaracha" von Arrangeur Jean Francois Michel. Wiederum kontrastreich war der Wechsel zu Peter Graham und Alfred Reed: Ein gefälligeres Werk der Brass-Musik ist „Timepiece for Brass Quartet", besonders schnell und locker der „Galopp for Brass Quartet". Klassisch ging es weiter mit dem Meisterstück „Ouverture to the Comic Opera - The Impresario" von Domenico Cimerosa, arrangiert von Simon Kerwin. Typische Blasmusik folgte mit „Semper Fidelis" von John Philip Sousa.

Nun ließ das Mandolinen-Orchester auf Betrachtungen aus dem englischen Folk-Song „Greensleeves" mit der „Schwäbischen Ouverture" einen Ausflug in die deutsehe Volksmusik folgen. Sodann widmeten sich die Zupfmusiker mit der „Roscommon Suite" dem reisenden irischen Harfenspieler Turlough O'Carolon. Das viel beklatschte Konzert endete mit den italienischen „Impressioni MusicaIi von Giacomo Sartori. (ptj)

 

Jülicher Nachrichten und Jülicher Zeitung am 26. Oktober 2010

Viele Aktivitäten im 2. Halbjahr 2010

Jülich/Koslar. – Nach einer verdienten Sommerpause haben die Koslar Zupfmusiker des Mandolinenorchesters ihre Probenarbeit nach den Ferien wieder aufgenommen, um sich auf die musikalischen Herausforderungen des Herbstes vorzubereiten. Eingeläutet wurde die zweite Jahreshälfte mit einer Fahrrad- und Grilltour in den Rurauen zwischen Jülich und Linnich. Schließlich gehört auch das Feiern zu einer funktionierenden Gemeinschaft dazu.
Die musikalische Arbeit unter der Leitung von Birgit Tobien bereitet das Orchester auf drei Auftritte vor. Dazu gehörte neben den Proben auch Anfang Oktober eine zweitägige Arbeitsphase in einem Hotel in Wuppertal.
Am Freitag, den 29. Oktober 2010, wird das Orchester zusammen mit Schülerinnen der Hauptschule Jülich die literarische Promenade, eine Aktion der Jülicher Bibliotheken, aktiv mitgestalten. In der Jülicher Christuskirche erhält das Publikum um 20:00 Uhr unter dem Motto „Texte machen Töne“ interessante Einblicke in die Figuren der italienischen Commedia dell’Arte, untermalt mit den Sätzen der „Ouvertüre burlesque“ von Georg Philipp Telemann.
Höhepunkt des Konzertjahres ist für das Orchester das Herbstkonzert in der Schlosskapelle der Zitadelle. Am 21. November 2010 erklingt ab 18:00 Uhr unter dem Motto „vielsaitig“ Musik aus den unterschiedlichsten Genres. Barocke Musik und irische Weisen sind dort ebenso vertreten wie die Verarbeitung eines deutschen Volksliedes in einer Ouvertüre. Mit von der Partie ist in diesem Jahr das Blechbläserensemble  „quattro lamiere“. Vier junge Musiker der Deutschsprachigen Gemeinschaft aus Belgien haben sich hier zusammengeschlossen, um die Vielfalt der Kammermusik für Blechbläser einem breiten Publikum näher zu bringen.
Den Abschluss des Konzertjahres bildet traditionsgemäß das Adventskonzert am 3. Advent in der Koslar Pfarrkirche. Alle Musik treibenden Vereine des Ortes stellen wieder ein vorweihnachtliches Programm zusammen, um die Menschen auf die besinnlichen Feiertage einzustimmen.
Die Musikerinnen und Musiker des Mandolinenorchesters Rurtal haben sich wieder viel vorgenommen und hoffen natürlich wieder auf gut besuchte Veranstaltungen. Abwechslungsreiche Darbietungen sollen das Publikum wie in den vergangenen Jahren begeistern.


 

 Aachener Nachrichten und Aachener Zeitung vom 07. Januar 2010

Auf Gagen verzichtet

Mandolinenorchester spendet an „Lebensfreude"

Jülich. Freude und Dankbarkeit hat das Mandolinenorchester „Rurtal" Koslar mit einer Spende über 775 Euro an den Jülicher Verein „Aktion Lebensfreude" geerntet. Der Verein hat sich die Integration, Freizeitgestaltung und Kontaktpflege Behinderter zur Aufgabe gemacht.

Orchester unterstützt integrativen Verein: Rene Jonas (l.), Vorsitzender des Mandolinenorchesters „Rurtal" Koslar, übergibt einen Scheck an Petra Steinbusch,Vorsitzende der „Aktion Lebensfreude. 3.v.l. ist Vorstandsmitglied Marlene Bastian mit ihrer Tochter Mareike und „Allroundmau" Kai Adams.                                                                                   Foto: Jagodzinska

Der Spendenbetrag entstand durch eine Sammlung am Ende des vorweihnachtlichen Konzerts in der Koslarer Pfarrkirche (wir berichteten) und den Verzicht der Mitwirkenden auf Kostenerstattung und Gage. „Der ganze Konzertaufwand zur Unterstützung eines so kleinen Vereins ist nicht selbstverständlich", meinte Petra Steinbusch, Vorsitzende der „Aktion Lebensfreude". Die Spende ermöglicht weitere Projekte…….

„Einer Spielerin aus unserem Orchester war der Verein bekannt", sagte René Jonas, Vorsitzender des Orchesters. Und so entdeckte er, dass die „Aktion Lebensfreude" Unterstützung verdient. Das Orchester besteht derzeit aus 32 Aktiven im Alter von 12 - 75 Jahren. Zum Repertoire gehört jede Art von Zupfmusik, von der Renaissance bis zur zeitgenössischer Literatur. Mit den Instrumenten Mandoline, Mandola, Gitarre und Kontrabass entspricht das Orchester der Standardbesetzung eines Zupfensembles. (ptj)
 

 Aachener Nachrichten und Aachener Zeitung vom 25. November 2009
 

Mit stürmischen Klängen in den Herbst

Mandolinenorchester demonstriert der begeisterten Zuhörerschaft in der Schlosskapelle den „Zauber der Musik“

Jülich. Im windigen Novemberwetter passte das Motto „Herbststürme" zum Herbstkonzert des Mandolinen-Orchesters Rurtal Koslar in der fast bis auf den letzten Platz gefüllten Schlosskapelle besonders gut. Seit dem Sommer werden die Musiker von Birgit Tobien dirigiert, die seit 1988 im Orchester spielt und seit 1998 den Titel „Dirigentin für Zupforchester" trägt. Ihr Vorgänger Helmut Lang hatte aus Zeitgründen den Dirigentenstock gegen die Gitarre, sein Instrument aus Kindertagen, eingetauscht. Mit renaissance-zeitlichen Klängen der „Canzona" von Marcel Wengler passte sich der Veranstalter zunächst dem Ambiente der Schlosskapelle an, um im Anschluss eine musikalische Weltreise anzutreten.

Von der Bretagne nach Mexico

Mit der „Suite Armorique" in fünf Sätzen von Harry Jäger starteten Mandolinen und Gitarren, die jeweils eine Oktave tiefer gestimmten Mandolen und ein Kontrabass, der den Gitarrenbass ersetzte, ihre gefühlvolle Tour durch die Bretagne. Neben verschiedenen Tänzen zählt das keltische „Son ar Chistr" (Lied vom Cidre) zur Suite, vielen bekannt durch seine karnevalistische Coverversion „Was wollen wir trinken".

Musikalischer Gast des Herbstkonzertes war die aus Russland stammende Konzertpianistin Elena Kelzenberg,die russischer Folklore und klassischer Musik mit schwungvollen Stilmitteln des Jazz ein neues Gesicht verlieh. Auf dem - mit vereinten Kräften in die Mitte des Chorraumes gerückten Flügel interpretierte sie eine Zigeunerromanze auf zwei musikalischen Themen: Jamtschik" von Jakov Feldmann und „Schwarze Augen" eines unbekannten Komponisten. Es folgten unter anderem Improvisationen von Tschaikowsky, Dvorak oder Rachmaninow. Leicht und doch temperamentvoll streiften Elena Kelzenbergs schlanke Finger die Tasten, ihr ganzer Körper brachte sich in fast tänzerischer Bewegung in die ausdrucksstarke Musik ein. Ein Blick ins Notenblatt erwies sich hier fast als unnötig. Begeisterter Applaus belohnte diesen „Zauber der Musik".

In der zweiten Konzerthälfte entführte das Zupforchester mit besonders vielen Tremoli sein fast andächtig lauschendes Publikum von einem „irischen Lächeln" (Keith David Harris) über die typisch romantische Mandolinenmusik der „Serenata galante" von Amadeo Amadei nach Venezuela.

Besonders gefiel der romantische Walzer folkloristischer Prägung „Yurubi" von José Antonio Zambrano, der die technische Vielfalt des Mandolinen- und Gitarrenspiels gekonnt mit venezuelanischen Melodien zu verbinden wusste. Mit einem Potpourri aus typisch mexikanischen Volksweisen, der „Fiesta mexicana" von Werner Dünnebell, endete das Konzert, um nach donnerndem Applaus noch zwei Zugaben folgen zu lassen, eine davon führte in die „Sonne Brasiliens".

Das nächste Konzert unter Mitwirkung des Mandolinenorchesters findet am 13. Dezember in der Pfarrkirche Koslar statt. (ptj)

 
Jülich Magazin vom 6. November 2009


Herbstkonzert des Mandolinenorchesters Koslar
in der Schlosskapelle mit neuer Dirigentin


Am 22. November 2009 um 18 Uhr wird das Mandolinenorchester Rurtal 1928 Jülich-Koslar e.V. unter der Leitung von Birgit Tobien sein diesjähriges Herbstkonzert in der Schlosskapelle der Zitadelle in Jülich präsentieren.

Birgit Tobien, die mit elf Jahren ihren ersten Mandolinenunterricht bekam, ist seit 1988 Spielerin des Mandolinenorchesters Koslar. Zusätzlich war sie zunächst Mitglied im JugendZupfOrchester NRW und ist seit 1997 Spielerin des LandesZupfOrchesters NRW „fidium concentus". Sie besuchte zahlreiche Fortbildungen des Bundes Deutscher Zupfmusiker und legte 1998 an der Landesmusikakademie NRW die Prüfung zum „Dirigent für Zupforchester (C3)" ab. Sie leitet das Mandolinenorchester Koslar seit dem Sommer 2009.

Das diesjährige Herbstkonzert steht unter dem Motto „Herbststürme". Hierzu wird das Mandolinenorchester Stücke von Keith David Harris, Marcel Wengler, Amadeo Amadei, Harry Jäger, Werner Dünnebeil, José Antonio Zambrano und Nicolo Romaldi präsentieren.

Neben dem Mandolinenorchester wirkt die Jülicher Konzertpianistin Elena Kelzenberg an dem Konzert mit. Ihre Darbietungen russischer Folklore und Klassik enthalten bekannte Themen, beispielsweise von Tschaikowski, Dvorak und Rachmaninoff, die sie im Jazz-Stil abwandelt. Dabei verarbeitet sie häufig das Thema „Herbst" mit seiner dunklen Stimmung.

Dieses abwechslungsreiche Programm bietet sicherlich für jeden Zuhörer etwas, das einen Besuch des Konzertes lohnenswert macht. Karten sind an der Abendkasse für sieben Euro, ermäßigt für fünf Euro, erhältlich. Detaillierte Informationen sind jederzeit auf www.Mandolinen-Orchester-Koslar.de abrufbar.

 

Vor dem Konzert hat sich das Orchester neben den wöchentlichen Proben für einen ganzen Samstag in das PZ des Schulzentrums zurückgezogen, um den Stücken den letzten Schliff zu geben.